Neugestaltung Kinderspielplatz Quellbornstraße Wiesbaden-Frauenstein

Der Bestand - veraltete, teilweise defekte Spielgeräte ein lückiges Spielkonzept aufgrund bereits erfolgter Teilrückbaumaßnahmen; größere versiegelte Flächen, eine funktionsfähige Wegeerschließung. Markant - ein dominanter alter Baumbestand. Das Areal - mehr oder weniger flach, ohne topographische Bewegung.

Maßnahmen - Entsiegelung nicht erforderlicher Pflasterung und Anlage als Spiel- und Vegetationsflächen, Erstellung eines attraktiven Spielangebotes bei Berücksichtigung inklusiver Anforderungen. Ausarbeitung des bisher flachen Geländes in eine Hügellandschaft unter Verwendung überschüssiger Erdmassen, die im Zuge der Baumaßnahme anfallen. Es entstehen bespielbare Hügel zum Rennen, Toben, Verstecken. Der Spielplatz wird in einzelne Teilräume gegliedert, ohne dabei seine Übersichtlichkeit zu verlieren. Eine lockere Bepflanzung aus robusten Gehölzen mit essbaren Früchten bietet den Kindern Möglichkeiten für freies Spiel und Naturerlebnisse. Neben der Verwendung verschiedener Vegetationsformen unterstützen unterschiedliche Belagsmaterialien das vielfältige Angebot zur Entwicklung einer eigenen spielerischen Kreativität. Der vorhandene Baumbestand bleibt erhalten und wird weiterhin seiner schattenspendenden Funktion gerecht.

Inklusion - Anwendung des ‚Zwei-Wege-Prinzips‘. Ferner werden die Eingänge zum Sandspielbereich sowie zur Kletter – Balancier- Rutschen Kombination kontrastreich mittels farbig abgesetzter Holzssäulen markiert, der Materialwechsel zwischen der Hauptwegeverbindung und den Zuführungen zu den Spielbereichen erleichtert weiterhin die Orientierung, gleiches gilt für die annährend orthogonalen Anschlüsse der Spielbereiche an den Erschließungsweg: eine eindeutige Orientierung ist gegeben (Zwei-Sinne-Prinzip).
Radabweiser, Handlaufseile oder Brüstungen unterstützen innerhalb der Spielelemente die Nutzung und Orientierung.
Als Fallschutz wird Holzhackschnitzel gewählt, wobei hier ein Material zur Verwendung kommen soll, das aufgrund seiner Verzahnung / Verflechtung auch mit Rollstühlen oder auch mit Gehhilfen wie Rollatoren für Begleitpersonen befahrbar ist.

Bauherr: Magistrat der Stadt Wiesbaden / Leistungsphasen: LP 1-6 / Bauausführung. bis Juni 2026 / Fa. Stinner Galabau GmbH, Mainz-Gonsenheim


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Bernd Waldvogel
Büro für Landschaftsarchitektur

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Aktualisiert am: 27.07.2026